Mehrkosten des individualisierten Ausbaus

Je nach gewähltem Ausbaustandart kann das individualisierte Wohnen Mehrkosten verursachen. Diese werden ganz oder teilweise von den Mietenden getragen, welche so gesehen als Auftragsgeber fungieren und diese Mehrkosten vor Bezug der Wohnung bezahlen.

In der Regel sind dies

  1. Mehrkosten in Abhängigkeit von Materialisierung und Ausführungsqualität
  2. Beratungs-, Administrations-, Marketing- und Projektleitungskosten

Diese Mehrkosten entsprechen einer Investition, die je nach Art des Ausbaus mit 15 bis 20 Prozent degressiv abzuschreiben ist.

Restwert in % bei Abschreibung mit 17% pro Jahr

Restwert Abschreibung in %

Mietdauer

Zum Schutz der Mieter, die in den Ausbau mitinvestieren, aber auch zur Rechtfertigung des Mehraufwands, können die Parteien einen längerfristigen Mietvertrag mit einer ersten festen Laufzeit von beispielsweise 5 Jahren vereinbaren. Zudem sollte Mietern von individualisiertem Wohnen das Recht eingeräumt werden, diesen Vertrag mit einer oder mehreren Optionen um jeweils 5 Jahre pro Option zu verlängern.

Kündigung

Sollte sich der Mieter von individualisiertem Wohnen unerwartet zur Kündigung des Mietverhältnisses gezwungen sehen, darf dieser dem Vermieter einen Nachmieter vorschlagen, der den Restwert der Investition übernimmt. Auch die Weitergabe an einen Untermieter kann eine Option sein.

Denkbar ist auch, dass der Vermieter den Mieter entschädigt und danach die Vermietung frei im Rahmen seiner Interessen vornehmen kann.